Schwarze Stunden - Bahnunglücke im Bergischen
Die Angaben auf dieser Seite dienen ausschließlich der Dokumentation und sollen weder die Deutsche Bahn, ihre Töchter, andere EVU, einzelne Personen oder Personengruppen, Berufsstände oder das Verkehrssystem Eisenbahn verunglimpfen oder in schlechtem Licht darstellen. Trotz der auftretenden Unfälle ist der Schienenverkehr nach wie vor eines der sichersten Verkehrsmittel. ![]() Auch wenn sich der Unfall kurz vor der Station Hammerstein ereignete, mussten die Insassen der Bahn nach am Unglücksort aus der Bahn befreit werden. Dazu wurden Drehleitern der Wuppertaler Feuerwehr und ein zufällig in der Nähe befindlicher Hubsteiger einer privaten Firma eingesetzt. Der Schwebebahnverkehr wurde sofort nach dem Unfall eingestellt. Die WSW richteten einen Schwebebahnersatzverkehr mit Bussen in Form des Erprobten SchwebebahnExpress-Verkehrs ein. Durch die Sperrung der unteren Kaiserstraße, über der sich die Kollision ereignete, kam es zu Behinderungen im Individualverkehr, die sich auf den SEV auswirkten. Gegen 20 Uhr wurde der inspizierte Unfallwagen durch einen anderen Schwebebahnwagen in Rückwärtsfahrt zurück in Depot Vohwinkel gedrückt. Nach einer Testfahrt konnte der Schwebebahnverkehr gegen 21 Uhr wieder planmäßig anlaufen.
Einen ähnlichen Unfall hatte es zuletzt im Jahr 1988 gegeben, wo ein Schwebebahnzug am Überbau Landgericht gegen eine hochgeklappte Mulde eines Baustelenfahrzeuges prallte. ![]() In der Nacht auf den 11.01. ereignete sich auf dem Bahnübergang Bernsaustraße im Stadtgebiet Velbert Neviges ein schwerer Unfall. Ein PKW Fahrer war mit seinem Fahrzeug auf einem BÜ ins Schotterbett geraten und konnte den Übergang trotz Mithilfe mehrere Passanten und eines Abschleppversuches nicht mehr räumen. Eine herannahende S-Bahn der Linie S 9 aus Essen erfasste das Fahrzeug mit dem Steuerwagen. Der Fahrzeugführer, der zum Zeitpunkt des Unfalls offenbar hinter dem Steuer seines Wagens saß, wurde aus dem Wrack seines PKW geschleudert und getötet. Der Stererwagen des S-Bahn schob sich auf den PKW, worauf beide Fahrzeuge in Brand geraten und ein Radsatz des Stw. aus dem Gleis sprang. ![]() Die Lok 111 008 des RegionalExpress 12 715 (RE 7, Richtung Krefeld) fuhr bei Haan in einen in das Lichtraumprofil der Strecke ragenden Ast eines umgestürzten Baumes. Bei dem Zusammenstoß wurde die Front der Lok beschädig, Menschen kamen nicht zu Schaden. Wenig später riss ein im Gegengleis fahrender ICE die offensichtlich beschädigte Oberleitung herab, was zu einer kompletten Streckensperrung führte. Die Fahrgäste wurden in beiden Fällen über die gesperrte und gesicherte Strecke in den Hp Haan evakuiert. ![]() Ein orkanartiger Sturm sorgte an diesem Tag in ganz NRW für zahlreich Streckensperrungen. Am Nachmittag dieses Tages fuhr ein Zug der RB 47 in Fahrtrichtung Solingen Ohligs bei RS Lennep in einen umgestürzten Baum. Nach diesem Vorfall wurde die Strecke komplett gesperrt. Somit wurde auch das an diesem Wochenende stattfindende Brückefest mit zahlreichen Sonderfahrten auf der Bergischen Runde (KSO - KWO - KWV - KSO) abgebrochen. Nachdem ein Sonderzug zur selben Zeit die Müngstener Brücke passiert hatte, stützte ein weiterer Baum bei Solingen Schaberg auf die Gleise. Die Strecke wurde mit Hilfe eine Schienenkranes wieder geräumt. ![]() Im September 1999 wurden im Bereich des Hp Solingen-Schaberg Gleisbauarbeiten durchgeführt. Dazu war das Richtungsgleis Solingen – Remscheid gesperrt und von Bauzügen genutzt. Gegen Mittag des 11.09. sollte ein Schotterzug von Remscheid Hbf zur Baustelle gefahren werden. Der Zug wurde von einer Lok eines privaten EVU geführt. Der Tf hatte für die Fahrt einen schriftlichen Befehl erhalten, nachdem er auf Sicht zu fahren hatte. Nach Angaben von Augenzeugen fuhr er mit rund 60 km/h über die Müngstener Brücke und prallet kurz hinter dem Bauwerk im Baustellenbereich auf einen stehenden Bauzug, der von einem Zweiwegebagger geführt wurde. Die Lok schob den Bagger Richtung Solingen und drückte ihn aus dem in einer Kurve verlaufenden Gleis aus den Schienen und rutschte mit ihm über den Bahnsteig. Dabei wurde die Bahnsteigüberdachung zerstört und Teile der Züge in den dahinter liegenden Abhang geschoben. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise niemand ernsthaft verletzt. Zu den Aufräumarbeiten wurden starke Feuerwehrkräfte und Kräfte des THW nach Schaberg beordert. Zur Beseitigung der Wracks wurde ein 70-Tonnen Schienenkran aus Leipzig an den Unfallort geholt. Die Lok, der Bagger, mehrere Wagen, der Bahnsteig und die Gleisanlagen wurden zum Teil erheblich beschädigt. Warum der Zug zu schnell in die Baustelle fuhr und den stehenden Zug rammte, ist unklar. Der Tf soll bei der Unglücksfahrt nicht betrunken gewesen sein. Der Zugverkehr wurde für mehrere Tage zwischen Remscheid Hbf und Solingen Hbf eingestellt und durch Busse ersetzt. ![]() Nach nächtlichen Bauarbeiten am Schwebebahngerüst im Zuge der Gesamterneuerung des Fahrweges wurde vergessen, ein Stahlblech, das während der Arbeiten das Gerüst stabilisierte, zu entfernen. Dieses massive Stahlteil ragte in den Fahrweg der Schwebebahn. Der erste an diesem Morgen Richtung Oberbarmen fahrende Zug stieß gegen das Stahlteil, das erste Drehgestell des Zuges riss aus der Verankerung, woraufhin der gesamte Zug vom Fahrgerüst in die Wupper stürzte. Ein Teil des Zuges fiel dabei auf eine Fernwärmeleitungsbrücke, die die Wupper an der Unglücksstelle querte. Das schwere Drehgestell stützte in den in der Wupper liegenden Zug und durchschlug die Leichtbaukonstruktion. Bei dem bislang folgenschwersten Unfall der Schwebebahn kamen 5 Menschen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt. Der verunglückte Wagen 4 wurde nach dem Unfall verschrottet und nicht ersetzt. ![]() Auf der seit einigen Jahren für den Personenverkehr stillgelegten Strecke zwischen Mettmann und Hahnenfurth ereignete sich ein Rangierunfall. Beim Rangieren fuhr eine Lok der Baureihe 212 wegen einer falsch gestellten Weiche auf ein Abstellgleis, auf dem eine Wagengruppe abgestellt war. Durch den Aufprall wurden neun Schüttgutwagen aus den Schienen gehoben und stürzten teilweise eine Böschung hinab. Neben den Wagen und Lok wurden durch den Unfall auch Gleis und Weichen beschädigt. Der Schaden wurde auf etwa 500.000 DM ( ca. 250 000 €) geschätzt. Grund für die falsch gestellte Weiche soll der abgelenkte Fahrdienstleiter in Dornap Hahnenfurth gewesen sein. (WZ) ![]() In Schwelm-Loh sollte ein mit Stahl beladener Waggon zugestellt werden. Beim Umfahren des Wagens durch die Lok lösten sich die Bremsen des Wagens und dieser rollte dem Gleisgefälle folgende Richtung Langerfeld. Der Wagen rollte durch den Containerbahnhof und wurde in den gesperrten Langerfelder Tunnel gelenkt, den er trotz verschiedener Gleissperren durchfuhr. Erst im Bereich der Steigung nach Ronsdorf kam der Wagen zum Stillstand um dann zurück in den Bbf Rauenthal zur rollen. Das Personal der Lok mit der der Wagen ursprünglich zugestellt werden sollte. hatte den Ausreißer verfolgt und die Lok im Bereich des Bbf abgestellt und festgebremst. Der mit hoher Geschwindigkeit aus Richtung Ronsdorf zurückrollende Wagen prallte schließlich auf die 365 210 und schob die Rangierlok ca. 100 Meter Richtung Langerfeld. Die Stahlladung verrutschte bei dem Aufprall und zerstörte den kürzeren Vorbau der Lokomotive. Die beschädigte Lok wurde im AW Dessau wieder aufgearbeitet. Bei diesem ungewöhnlichen Unfall kam niemand zu Schaden. ![]() Bei einer Rangierfahrt fährt die 360 593 mit ihrem Zug bei Wuppertal-Oberbarmen über ein Gleisende hinaus in den Schotter.
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